Krippen in Innsbruck
Im Mittelpunkt der weihnachtlichen Bräuche in Tirol steht die Krippe. Figuren aus Holz, Wachs, Ton oder Karton bevölkern eine fantastische Landschaft und werden den Berichten der Evangelien entsprechend immer wieder umgestellt. Diese Krippen stehen nicht nur in Privathäusern, sondern auch in Museen, Kirchen und Adventausstellungen. Auch das Landesmuseum in Innsbruck zeigt ein schönes Exemplar: eine liebevoll gestaltete orientalische Krippe.
Etwas ganz Besonderes: die Jaufenthaler-Krippe
Krippenschau im Volkskunstmuseum Innsbruck
Krippentradition in den Krippendörfern
Orte: Oberperfuss, Zirl, Axams, Birgitz, Götzens, Arzl, Rum
Weshalb die traditionelle Tiroler Krippenbaukunst weltberühmt ist? Das basiert mit Sicherheit auf der tiefen Gläubigkeit der Menschen im Gebirge. Und deren Wunsch nach Sichtbarmachung des Weihnachtswunders. Wurden Bretter-Krippen im Mittelalter vorerst nur in Kirchen aufgebaut - mit großen Figuren, die auf ‚Bretter‘ gemalt worden sind - so fand das Brauchtum über Klöster schließlich den Weg in die Privathäuser.
Die Region um Innsbruck kann durchaus als das Zentrum der Tiroler Krippenbaukunst bezeichnet werden. Zwei Archetypen von Krippen beherrschen das Bild: die Orientalische sowie die Tiroler Krippe. Nicht allein die Darstellung des Stalls von Bethlehem ist das ‚didaktische‘ Ziel der Krippenbaukünstler. Die in Figurenform umgesetzten biblischen Schilderungen beginnen bei Maria Verkündigung mit dem Erscheinen des Engels, gehen über die Herbergssuche, den Stall von Bethlehem, den Besuch der Drei Könige bis zur Flucht nach Ägypten. Deshalb sind Tiroler Krippen auch so vielfältig und wunderschön.
Noch heute ist es in vielen Familien Tradition, die Krippenfiguren selbst zu schnitzen und die Familienkrippe alljährlich kunstvoll aufzustellen. Wofür meist mehrere Tage Arbeit anfallen.
Krippenschauen
Bitte informieren Sie sich beim Veranstalter ob Krippenbesichtigungen möglich sind.

