Innsbruck Region


Krippen in Innsbruck

Im Mittelpunkt der weihnachtlichen Bräuche in Tirol steht die Krippe. Figuren aus Holz, Wachs, Ton oder Karton bevölkern eine fantastische Landschaft und werden den Berichten der Evangelien entsprechend immer wieder umgestellt. Diese Krippen stehen nicht nur in Privathäusern, sondern auch in Museen, Kirchen und Adventausstellungen. Auch das Landesmuseum in Innsbruck zeigt ein schönes Exemplar: eine liebevoll gestaltete orientalische Krippe.

Etwas ganz Besonderes: die Jaufenthaler-Krippe

Der Geist von Weihnachten ist auf dem Innsbrucker Marktplatz deutlich zu spüren. Hier erfreut eine bewegliche Krippe mit täglichen kostenlosen Aufführungen. Die Jaufenthaler-Krippe wurde von ihrem gleichnamigen Besitzer gespendet. Das technische Wunderwerk ist ein Geschenk an alle Kinder und sorgt für große Vorfreude in der Adventzeit. 15 Motoren bewegen 28 Figuren, treiben einen Wasserfall an und lassen Kirchenglocken läuten. Eine Weihnachtswelt erwacht zum Leben.

Von 28. November bis 6. Januar täglich. Eine Aufführung dauert etwa 25 Minuten.

Krippenschau im Volkskunstmuseum Innsbruck

Ort: Volkskunstmuseum in Innsbruck; Zeit: Dauerausstellung

Die Miniaturen des Evangeliums dokumentieren die Tiroler Krippenkunst vom Barock bis zur Gegenwart. Durch eine im Vorraum der Krippenschau gezeigte Projektion wird man selbst zu einem Darsteller in einer Krippe

Krippentradition in den Krippendörfern

Orte: Oberperfuss, Zirl, Axams, Birgitz, Götzens, Arzl, Rum

Weshalb die traditionelle Tiroler Krippenbaukunst weltberühmt ist? Das basiert mit Sicherheit auf der tiefen Gläubigkeit der Menschen im Gebirge. Und deren Wunsch nach Sichtbarmachung des Weihnachtswunders. Wurden Bretter-Krippen im Mittelalter vorerst nur in Kirchen aufgebaut - mit großen Figuren, die auf ‚Bretter‘ gemalt worden sind - so fand das Brauchtum über Klöster schließlich den Weg in die Privathäuser.

Die Region um Innsbruck kann durchaus als das Zentrum der Tiroler Krippenbaukunst bezeichnet werden. Zwei Archetypen von Krippen beherrschen das Bild: die Orientalische sowie die Tiroler Krippe. Nicht allein die Darstellung des Stalls von Bethlehem ist das ‚didaktische‘ Ziel der Krippenbaukünstler. Die in Figurenform umgesetzten biblischen Schilderungen beginnen bei Maria Verkündigung mit dem Erscheinen des Engels, gehen über die Herbergssuche, den Stall von Bethlehem, den Besuch der Drei Könige bis zur Flucht nach Ägypten. Deshalb sind Tiroler Krippen auch so vielfältig und wunderschön.

Noch heute ist es in vielen Familien Tradition, die Krippenfiguren selbst zu schnitzen und die Familienkrippe alljährlich kunstvoll aufzustellen. Wofür meist mehrere Tage Arbeit anfallen.

Krippenschauen

Orte: Oberperfuss, Zirl, Birgitz, Axams, Arzl, Rum; Zeit: zwischen Dreikönig und Maria Lichtmess am 2.2.

Ein Brauch, der im Verborgenen blüht, derzeit aber eine Renaissance erlebt: das Krippenschauen, im Volksmund Krippeleschaugn. Viele Menschen in den Krippengemeinden nützen die Weihnachtszeit, um ihre Familien, Freunde, Verwandte und Bekannte zu besuchen und deren Krippe zu bewundern. Dass dabei - wie bei den meisten Tiroler Bräuchen - etwas getrunken wird, ist quasi selbstverständlich. Zur Feier der Weihnachtszeit wird es aber für kurze Zeit als ‚Gloriawasser‘ bezeichnet, das normale ‚zum Wohl‘ weicht dem kurzen ‚Gloria‘.

Bitte informieren Sie sich beim Veranstalter ob Krippenbesichtigungen möglich sind. 

Und was ist die Meinung unserer Blogger?

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