Ein starkes Tourismusjahr

Das Tourismusjahr 2024/25 bestätigt die Anziehungskraft der Region Innsbruck: im vergangenen Jahr wurden 3,77 Millionen Nächtigungen (+4,7 % im Vergleich zum Vorjahr) und 1,7 Millionen Ankünfte (+3,5 %) registriert. Im Zehn-Jahres-Vergleich entspricht dies einem Wachstum von +23% bei den Nächtigungen sowie +18% bei den Ankünften. Besonders erfreulich: die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte damit auf 2,2 Nächte gesteigert werden – ein zentraler strategischer Schwerpunkt von Innsbruck Tourismus, Gäste länger für die Region zu begeistern und damit die Wertschöpfung für unsere Betriebe zu steigern. 

Auch die konsequente Weiterentwicklung der internationalen Marktbearbeitung trägt Früchte: Während Deutschland und Österreich weiterhin die mit Abstand wichtigsten Herkunftsmärkte bleiben, konnten bei den wertschöpfungsstarken Überseemärkten USA und China deutliche Zuwächse verbucht werden. Dies bestätigt den Kurs, die internationale Nachfrage zu stärken und zusätzliche Zielgruppen für die Region zu gewinnen. 

Im Sinne eines ausgewogenen Ganzjahrestourismus zeigt auch der Saisonenvergleich eine erfreuliche Entwicklung: die Wintersaison, deren Stärkung ein wesentliches strategisches Anliegen ist, wuchs überdurchschnittlich stark und konnte damit gegenüber der traditionell dominierenden Sommersaison weiter aufholen. Dieser Trend ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, ganzjährig stabilen Auslastung touristischer Kapazitäten

Der Tourismus in der Region Innsbruck in Zahlen

Ankünfte und Nächtigungen

1,7 Millionen Menschen wählten die Region Innsbruck als ihre bevorzugte Urlaubsdestination und zeichneten für 3,77 Millionen Übernachtungen verantwortlich. Damit ist das Tourismusjahr 2024/25 im Hinblick auf diese beiden Kennzahlen das beste aller Zeiten. Noch wichtiger jedoch ist die gestiegene Aufenthaltsdauer, die mit einer Steigerung von +1,2 % als erfreuliche Entwicklung zu werten ist.

Ankünfte und Nächtigungen nach Erlebnisregionen

Nächtigungen pro Monat

Die einzelnen Monate des Tourismusjahres 2024/25 zeigen insgesamt eine sehr positive Entwicklung. Lediglich Februar, März und Mai lagen leicht unter den Vorjahreszahlen. Die Gründe dafür sind vielfältig: 2024 war ein Schaltjahr, wodurch der Februar einen zusätzlichen Tag aufwies und den niedrigeren Wert 2025 erklärt, ungünstige Wetter- bzw. Schneeverhältnisse kamen im Februar und März erschwerend hinzu. Zudem verschoben die Feiertagskonstellationen die Nachfrage: Ein Teil der Osterferien fiel in den April, was den März schwächte und den April stärkte. Ähnliches gilt für Mai und Juni – da Pfingsten heuer später lag, wurden Nächtigungen vom Mai teilweise in den Juni verlagert.

Trotz dieser Einflüsse fielen die Rückgänge in der Region Innsbruck deutlich moderater aus als im Tiroler Durchschnitt (Februar: IT –7,6 % | Tirol –8,0 %; März: IT –3,9 % | Tirol –7,7 %; Mai: IT –3,5 % | Tirol –21,6 %).  

Betten & Betriebe

Im Tourismusjahr 2025 stieg die Zahl der Betriebe in der Region Innsbruck im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 %. Die Bettenkapazität im Verbandsgebiet ist 2025 demgegenüber nahezu unverändert geblieben. Mit lediglich zehn Betten weniger als im Vorjahr stehen 21.169 Betten in 1.059 Betrieben zur Verfügung. Dass die Bettenzahl in den Vier- und Fünf-Stern-Betrieben gewachsen ist, während sie in der Drei-Sterne-Kategorie rückläufig war, unterstreicht die klare Entwicklung der Region hin zu höherer Angebotsqualität.  

Entwicklung der Saisonen (Nächtigungen)

Die Nächtigungsentwicklung der vergangenen Jahre zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Region Innsbruck entwickelt hat. Nach der Phase pandemiebedingter Einschränkungen in den Jahren 2020 bis 2022 – wobei 2022 bereits erste Erholungstendenzen erkennbar waren – setzt sich der positive Trend nun klar fort. Mit 3.766.753 Nächtigungen erzielen wir im Tourismusjahr 2024/25 ein außergewöhnliches Ergebnis und knüpfen nahtlos an das bisher beste Jahr seit Bestehen von Innsbruck Tourismus an.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Winter: Mit einem Plus von 6,4% wächst die Wintersaison deutlich stärker als der Sommer, der dennoch solide +3,4% erreicht. Damit bestätigt sich auch strategisch der eingeschlagene Weg, den Winter weiter zu stärken und ihn schrittweise an das Niveau der Sommersaison heranzuführen. 

Entwicklung aktuell führender Quellmärkte

Die Nächtigungen in der Region Innsbruck stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 125.171 und setzen damit den positiven Trend der vergangenen Jahre fort. Den größten Beitrag zu diesem Wachstum leisten weiterhin unsere beiden stärksten Quellmärkte Deutschland, und Österreich, im Verleich zu 2019 zeigt sich die positive Entwicklung noch deutlicher: Deutschland (+19.9 %) und Österreich (+6,1 %). Besonders dynamisch auch die Entwicklung der englischsprachigen Überseemärkte: Seit 2019 stiegen die Nächtigungen aus den USA um +43,8 %, aus dem Vereinigten Königreich um +12,3 % und aus Australien um +57,8 %. Auch innerhalb Europas zeigt sich ein erfreuliches Bild mit spürbaren Zuwächsen gegenüber 2019, etwa aus den Niederlanden (+21,6 %), Frankreich (+12 %) und Polen (+24,6 %). 

Trotz eines robusten Wachstums von +12 % gegenüber 2024/25 liegt China weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2019 zurück – dies ist auf die gesunkene Zahl der Gruppenreisen zurückzuführen, wohingegen die zunehmenden Individualreisenden positiv sind. Spanien und Italien verzeichnen seit 2019 rückläufige Zahlen, wobei sich der italienische Markt zuletzt stabilisiert hat; aufgrund der starken Entwicklung der USA liegt Italien seit dem Tourismusjahr 2025 nicht mehr unter den Top-5-Märkten. 

Insgesamt gelingt es der Region Innsbruck, die Nächtigungszahlen in ihren wichtigsten Kernmärkten zu steigern und gleichzeitig die Internationalisierung weiter voranzutreiben – ein zentraler Erfolgsfaktor für eine zunehmend diversifizierte Nachfragebasis. 

Innsbruck Card und Welcome Card

Auch im Tourismusjahr 2024/25 bildeten die Welcome Card und die Innsbruck Card erneut zentrale Bestandteile unseres Angebots, die wir gemeinsam mit unseren Leistungsträger:innen stetig weiterentwickeln. Die kontinuierlich steigende Zahl der ausgegebenen Welcome Cards bestätigt sowohl die große Relevanz für den Aufenthalt unserer Gäste als auch die hohe Akzeptanz bei unsere Partner:innen. Die Innsbruck Card hingegen verzeichnete – vorwiegend bedingt durch die herausfordernden Wetterbedingungen insbesondere im Juli und August – leichte Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Ein Maßnahmenbündel für 2026 soll die Verkaufszahlen wieder nach oben bringen.

Bildnachweis Header (großes Bild ganz oben): © Innsbruck Tourismus / Frank Heuer

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